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„Nicht wer die Wohnung baut, nicht wer das Haus besitzt, sondern der, dem Grund und Boden gehört, der bestimmt den Aufbau unserer Städte“ – mit diesem Zitat eröffnet Hans Bernoulli 1946 sein Buch *Die Stadt und ihr Boden* und fordert damit die Raumplanung heraus. Wenn Eigentümer*innen den Aufbau unserer Städte bestimmen – wie können dann räumliche Planungen umgesetzt werden? Modul 14 befasst sich im Kern mit dem Verhältnis von Planung und Eigentum. Die drei Elemente des Moduls bauen stufenweise Kenntnisse und Fähigkeiten für einen strategischen Umgang mit Boden auf: Eigentum hängt unmittelbar mit Bodenwerten zusammen. Planung beeinflusst den Bodenwert und kann Bodeneigentümer*innen durch Eingriffe ärmer oder reicher machen. Element 1 vermittelt daher wesentliche bodenökonomische Grundlagen, um das Zusammenspiel von Planung, Wert und Eigentum zu verstehen – etwa durch die sachverständige Ermittlung von Verkehrswerten als Basis für bodenpolitische Interventionen (Element 2). Der Raumplanung stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung – Umlegung, Enteignung, aktive Bodenpolitik, städtebauliche Verträge oder Erbbaurechte. In Element 2 lernen die Studierenden die Instrumente des Bodenmanagements kennen. Diese Instrumente strategisch für eine effektive, effiziente, gerechte und legitime Bodenpolitik einzusetzen, ist Gegenstand von Element 3. Element 4 bringt alle drei vorigen Elemente in einem Anwendungsfall im Rahmen der Modulprüfung zusammen. Das Hauptlernziel von Modul 14 ist es, die Studierenden zu befähigen, Privateigentum und räumliche Planung durch zielgerichtete bodenpolitische Interventionen in die Nutzungs- und Verteilungsrechte am Boden in Einklang zu bringen. |
- Lehrende:r: Thomas Hartmann
- Lehrende:r: Katharina Künzel