Im Vertiefungsmodul des Weiterbildungsprogramms zum NRW-Zertifikat "Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule" entwickeln Sie eine Ihrer Lehrveranstaltungen weiter bzw. konzipieren ein innovatives Lehrprojekt, das Sie durchführen, dokumentieren und reflektieren. Mit Abschluss des Vertiefungsmodul erhalten Sie das NRW-Zertifikat.

Kommen Ihnen bei Prüfungen spontan nur die klassischen Formate wie Klausur, Hausarbeit und mündliche Prüfung in den Sinn? Entdecken Sie in unserem Workshop, welche innovativen Prüfungsformate – auch unter rechtlichen Rahmenbedingungen – möglich sind, und entwickeln Sie gemeinsam mit uns erste Ideen für ein individuelles Prüfungskonzept, das auch die aktuellen Herausforderungen einer sich wandelnden Welt in den Blick nimmt. 

Prüfungen sollten nicht ausschließlich Fachkompetenzen bei Studierenden überprüfen. Vielmehr gilt es, dort, wo es sinnvoll ist, auch Methoden-, Personal- und Sozialkompetenzen zu integrieren. Aktuelle Diskussionen zu Future Skills und zur Persönlichkeitsentwicklung (z. B. Inner Development Goals) sowie zu einem verstärkten Praxisbezug bieten zahlreiche Impulse, das eigene Lehr- und Prüfungskonzept zu überdenken.

Aus klar formulierten Lernzielen lassen sich oftmals direkt passende Prüfungsaufgaben ableiten. Doch welche Lernziele verfolgen Sie in Ihrer Lehrveranstaltung, um den Anforderungen einer zunehmend komplexen Welt gerecht zu werden? Sind herkömmliche Prüfungsformate ausreichend, um alle relevanten Kompetenzen zu erfassen?

In diesem Workshop thematisieren wir, wie Prüfungssituationen so gestaltet werden können, dass Kompetenzen durch konkretes Handeln sichtbar werden – insbesondere solche, die für eine zukunftsfähige Gesellschaft relevant sind. Am Beispiel des Projekts DigiMatLabExam – bei dem digitale Labore in E-Prüfungen eingesetzt werden – wird die fachliche, didaktische, technische und rechtlich-organisatorische Perspektive beleuchtet. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden entdecken und reflektieren Sie zukunftsorientierte Kompetenzen sowie alternative und innovative Prüfungsformate. Sie überlegen gemeinsam und individuell, welche Kompetenzen mit welchen Formaten sinnvoll abgebildet werden können – und welche davon für Ihr Fach besonders bedeutsam sind. Anschließend entwickeln Sie erste Ideen für ein neues oder weiterentwickeltes Prüfungskonzept. Dabei berücksichtigen Sie die verschiedenen Perspektiven, die im Praxisbeispiel aufgezeigt wurden. Auf Ihren Entwurf erhalten Sie Feedback, um Ihr Prüfungskonzept gezielt zu optimieren.

In diesem Workshop lernen Sie, wie Feedback als "Lernmotor" wirkt und wie Sie es gezielt einsetzen, um die Motivation und die Lernfortschritte Ihrer Studierenden zu stärken.

Wie kann Feedback so gestaltet werden, dass es wirklich hilft und zu nachhaltigem Lernerfolg führt? Welche Möglichkeiten gibt es, Feedback zur eigenen Lehre nicht erst am Ende der Lehrveranstaltung, sondern bereits während des Semesters einzuholen?

Feedback gehört zu den wirksamsten Einflussfaktoren auf den Lernerfolg Ihrer Studierenden und unterstützt gleichzeitig die Weiterentwicklung der eigenen Lehrpraxis. Ziel dieses Workshops ist es, dass Sie für eine Ihrer Lehrveranstaltungen ein lernförderliches Feedbackkonzept entwickeln und planen sowie wirksame Feedbackgespräche führen. Die Feedbackkonzepte erarbeiten wir mit der Methode Lego® Serious Play®.

In diesem Workshop entwickeln Sie Use Cases für Ihre Lehre, die darauf abzielen, die Kompetenz Ihrer Studierenden für einen verantwortungsvollen und effektiven Einsatz von KI-Tools in Studium und Arbeitswelt zu fördern.

Welche KI-Kompetenzen müssen Ihre Studierenden entwickeln, um KI-Tools verantwortungsvoll und effektiv in ihrem Studium und ihrer zukünftigen Arbeit einsetzen zu können? Wie können KI-bezogene Kompetenzen erlernt werden? Und wie können Sie Ihre Studierenden auf dem Weg zu einem reflektierten und fachlich versierten Einsatz künstlicher Intelligenz begleiten?

In diesem Workshop entwickeln Sie konkrete Lehr-Lerneinheiten für Ihre Lehre, die darauf abzielen, die KI-Kompetenzen Ihrer Studierenden zu fördern und sie optimal auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft vorzubereiten.

Im ersten Schritt setzen wir uns mit der Formulierung von Prompts und vorhandenen Use Cases auseinander. Im Anschluss entwickeln Sie konkrete Umsetzungsszenarien für Ihre Lehrveranstaltung(en). Im Rahmen einer abschließenden Peerfeedbackrunde diskutieren wir die entwickelten Szenarien, um diese weiter zu verfeinern.

Wie lässt sich die Schreibkompetenz von Studierenden im KI-Zeitalter fördern? Wie können Studierende für einen verantwortungsbewussten und lernförderlichen Einsatz von KI-Tools beim wissenschaftlichen Schreiben sensibilisiert werden? Im Online-Workshop gehen wir diesen Fragen nach.

Textgenerierende KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Claude sind für viele Studierende inzwischen selbstverständliche Begleiter im Studium geworden – nicht nur, aber auch im Kontext des wissenschaftlichen Schreibens. Setzen Studierende KI-Tools in Haus- und Abschlussarbeiten ein, ist es im Sinne des Constructive Alignment wichtig, sie fachintegriert bei der Entwicklung von AI Literacy zu unterstützen. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen von wissenschaftlichen Arbeiten als Prüfungsleistungen anzupassen. An dieser Stelle setzt der Workshop an. Wir thematisieren, wie Sie Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI-Tools in wissenschaftlichen Arbeiten formulieren und die KI-basierte Schreibkompetenz von Studierenden in Ihrem Fach fördern. Damit bieten Sie Ihren Studierenden eine Orientierungshilfe für den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Tools im Schreibprozess und bereiten die Studierenden auf schriftliche Prüfungsleistungen im Zeitalter von KI vor.

  • Halten Sie für den Online-Workshop ein Smartphone mit passenden Kopfhörern bereit.
In diesem Online-Workshop inklusive asynchroner Selbstarbeitsphase beschäftigen wir uns mit der Gestaltung des mehrwöchigen Prozesses zur Betreuung und Bewertung von Studien- und Abschlussarbeiten.

Die Betreuung und Bewertung von Studien- und Abschlussarbeiten ist eine wichtige und zugleich zeitintensive Aufgabe. Sowohl Ihre Studierenden als auch Sie selbst stehen in dieser Zeit zahlreichen Herausforderungen gegenüber. Beispielhaft sind womöglich fehlende Kenntnisse über wissenschaftliche Standards, Schwierigkeiten bei der Themenfindung, eine unzureichende Eigenständigkeit, methodische Unsicherheiten sowie Prokrastination zu nennen. Ferner können Interessenskonflikte auftreten, wenn Studierende z. B. in Ihren eigenen Forschungsprojekten mitwirken oder die Arbeit in Kooperation mit einem Unternehmen verfassen. Für Sie als Betreuende gilt es, ein angemessenes Verhältnis zwischen Fördern und Fordern zu finden und dabei die eigenen (zeitlichen) Ressourcen im Blick zu behalten. Während die Betreuung individuell sehr verschieden ausfallen kann, sollen Bewertungsraster die Vergleichbarkeit sicherstellen. Deren Entwicklung und konsequente Anwendung können jedoch ebenfalls herausfordernd sein.

Nachdem wir Erwartungen und Herausforderungen aus Sicht beider Beteiligten herausgearbeitet haben, diskutieren wir etablierte Vorgehensweisen und deren Eignung vor dem Hintergrund des Constructive Alignments. Sie reflektieren Ihre eigene Rolle und erhalten Anregungen zur Erstellung eines Betreuungskonzeptes. Darüber hinaus thematisieren wir den Bewertungsprozess (z. B. mit Blick auf Gütekriterien und Fehlerquellen) und tauschen Erfahrungswerte zum Umgang mit Bewertungskriterien aus. Der Workshop bietet Raum zur Besprechung eigener Fallbeispiele und schwieriger Situationen (z. B. Einsatz von KI beim Verfassen von Studien- und Abschlussarbeiten, krankheitsbedingte Schreibzeitverlängerung und Nichtbestehen im Plagiatsfall).

Hinweise:
Im ersten Termin gibt es von ungefähr 12 bis 14 Uhr eine Unterbrechung des Zoom-Meetings, die mit einer ca. 45-minütigen Aufgabe verbunden ist.
Planen Sie zudem bitte 3 Zeitstunden für die Selbstarbeitsphase zwischen den beiden Terminen ein.
Bitte haben Sie eventuell bereits vorhandene Unterlagen (z. B. eigene Info-Broschüren und Bewertungskriterien) griffbereit.