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Visuelle Medien beanspruchen für sich, dass sie zeigen können, was war oder was ist. Dabei befolgen sie Regeln medialer Sichtbarkeit und benutzen entsprechende Techniken des Sichtbarmachens. Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen aktuelle Filme, die sich mit Literatur und Literaturgeschichte unter Gesichtspunkten der Gender und Diversity Studies auseinandersetzen, etwa zu den unsichtbaren Lebensverhältnissen von queeren Personen, Frauen und ihrer unsichtbaren Autorschaft oder dem programmatischen Verschwinden im Kino. Zu eindrucksvollen Beispielen für diese Fragestellungen gehören u.a. die Literaturverfilmung »Rose« (A/D 2026), das Ingeborg Bachmann-Porträt »Jemand, der einmal ich war« (D/A 2026), das Ilse Aichinger-Porträt »Wo ich wohne« (A 2014) oder »Haus Kummerveldt« (Mini-Serie, Arte 2023). Anhand von Vergleichsanalysen stecken wir das Spannungsfeld zwischen filmischer Evidenz, Hypervisibilität und den cineastischen Möglichkeiten des Verschwindens ab.

Iscrizione spontanea (Teilnehmer:in)
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