Das Projekt A11 befasst sich mit dem Einsatz smarter Lösungen in der Immobilienprojektentwicklung. Am Beispiel des Neubaus der Universitätsbibliothek am Nordcampus der TU Dortmund wird die traditionelle Projektentwicklung mit einer modernen, digitalisierten Projektentwicklung verglichen, die etwa Künstliche Intelligenz (KI) oder Building Information Modeling (BIM) nutzt. Als Praxispartner wird eine Kooperation mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) angestrebt, der die Umsetzung des Bauvorhabens verantwortet. Digitale Technologien gewinnen in der Immobilienwirtschaft spürbar an Bedeutung. Branchenbefragungen zeigen insbesondere für KI, dass ihre Nutzung zunimmt und sie als eine der Schlüsseltechnologien der kommenden Jahre gilt. Gleichzeitig gilt die Branche lange als Nachzügler bei Innovationen, und viele Projekte werden weiterhin mit klassischen, bewährten Methoden geplant und umgesetzt. Erwartet wird, dass smarte Lösungen Planung, Steuerung und Entscheidungsfindung effizienter, genauer und transparenter machen. Offen ist, an welchen Stellen einer Projektentwicklung solche Lösungen einen tatsächlichen Mehrwert bieten und was ihren Einsatz fördert oder bremst. Genau hier setzt das Projekt an.

Den Ordnungsrahmen bilden die Leistungsphasen der HOAI und das Immobilienlebenszyklusmodell von Al-Rimawi und Nadler (2025). Entlang dieser Struktur ist das Ziel, das Bibliotheksprojekt von den ersten Projektschritten bis zur Inbetriebnahme zu betrachten. Zunächst werden die klassischen, bewährten Methoden der einzelnen Projektschritte erfasst (Ist-Analyse). Darauf aufbauend wird untersucht, wo digitalisierte Methoden ansetzen können, um Mehrwerte im Entwicklungsprozess zu generieren.

Mögliche Fragestellungen betreffen die heute eingesetzten Methoden und Abläufe, die Einsatzmöglichkeiten digitaler Lösungen in den einzelnen Projektschritten, ihren Mehrwert gegenüber dem traditionellen Vorgehen sowie die Voraussetzungen und Hemmnisse ihres Einsatzes.