In dieser Lehrveranstaltung werden die Auswirkungen demographischer Veränderungen auf die Raum- und Stadtentwicklung umfassend behandelt. Aufbauend auf der Vermittlung fachlicher Grundlagen der Demographie werden zentrale Eigenschaften des demographischen Wandels wie der Bevölkerungsrückgang, der Alterungsprozess und die Internationalisierung der Gesellschaft in ihren jeweiligen Ursachen, räumlichen Ausprägungen und raumplanerischen Implikationen analysiert und diskutiert. Dabei kommt der Siedlungsstruktur und ihrer Veränderung durch Prozesse der Bevölkerungsentwicklung zentrale Bedeutung bei.

In einem zweiten Teil geht es um Grundfragen des raumplanerischen Umgangs mit demographischen Veränderungen. Hier werden aktuelle Diskurse zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse sowie zu den Möglichkeiten und Grenzen eines bestandsanpassenden Stadtumbaus aufgegriffen. In Beiträgen der Studierenden werden nationale und internationale Fallbeispiele zum Umgang mit Schrumpfungsprozessen vorgestellt und diskutiert. Hier geht es vornehmlich um kommunale Strategien einer „geordneten Schrumpfung“, die dabei zum Einsatz kommenden raumplanerischen Instrumente sowie zukünftige Perspektiven eines weitergehenden Bestandsumbaus.